Rühstädt und die Prignitz

Im Nordwesten Brandenburgs auf halbem Wege zwischen Hamburg und Berlin, begrenzt von Elbe und Dosse, erstreckt sich die Prignitz mit ihrem herben Charme. Die Landschaft wurde maßgeblich von der Eiszeit geprägt und wird heute insbesondere durch die zahlreichen Bäche dominiert. Zahlreiche Wiesen, Wälder, Felder, Seen, Bäche und Flüsse tragen zur Außergewöhnlichkeit dieser Landschaft bei und bieten den verschiedensten Lebewesen eine Heimat. Insbesondere Naturliebhaber wissen die vielfältige Flora und Fauna der Prignitz zu schätzen.

Die Besucher der Prignitz haben die Möglichkeit, die weitreichende Vergangenheit dieser historischen Landschaft kennen zu lernen. Eine große Zahl an historischen Bauwerken weist auf die Bedeutung der regionhin. Die unterschiedlichen Städte versetzen die Besucher zurück ins Mittelalter. Historische Kirchen, Herrenhäuser und Burgen zeugen von der weitreichenden Vergangenheit. Außerdem prägen Bauernhöfe und Fachwerkhäuser das Bild der Region.

Das Freizeitangebot des Landkreises reicht vom Wandern bis hin zu Bootstouren und bietet daher für jeden Geschmack und alle Ansprüche das Passende. Die außergewöhnliche Landschaft ist besonders bei Radfahrern und Wanderfreunden äußerst beliebt. Darüber hinaus ermöglichen die zahlreichen Bäche, Flüsse und Seen eine Vielzahl an Wassersportarten, wie zum Beispiel Kanu fahren, Bootstouren und Schwimmen.

Eine der Hauptattraktionen in Rühstädt sind die Störche. Pünktlich im Frühjahr kommen ca. 70 Störche von ihren Winterquartieren zurück und nehmen die zahlreichen Horste auf den Dächern in Rühstädt ein. Dadurch ist Rühstädt weit über seine Grenzen hinaus bekannt geworden. 1996 bekam Rühstädt von der Stiftung Europäisches Kulturerbe den Titel „Europäisches Storchendorf“ verliehen.
Grund genug, in jedem Jahr am letzten Juli-Wochenende das beliebte Storchenfest zu feiern. Der Ort ist aber nicht nur im Sommer einen Besuch wert. Vom Informationszentrum der Naturparkverwaltung starten auch im Winter diverse Expeditionen: Von Oktober bis März rasten im Naturpark Tausende von Kranichen, Sing- und Zwergschwänen und Saat- und Bläßgänsen.
Das Biosphärenreservat kann von Rühstädt aus mit dem Rad oder auf dem Rücken eines Pferdes unter die Lupe genommen werden.

[Fenster schließen]