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Tipp für ein Wellnesswochenende:Ayurveda zum Reinschnuppern

24. März 2011

Hört man von Ayurveda, denkt man meist an Stirn-Öl-Güsse, Ölmassagen und Schwitzbäder: wohltuende Anwendungen, die angenehm entspannen und auch „irgendwie“ gesund sein sollen.
Doch Ayurveda ist weit mehr als das: die „„Lehre vom gesunden Leben“ fußt auf einer jahrtausende alten indischen Tradition, die im besten Sinne den ganzen Menschen meint – nicht allein den Körper und schon gar nicht nur Muskeln und Haut.

Ayurveda: Gesundheit durch Harmonisierung der Energien

Ayurveda wird auch das „Dach des Yoga“ genannt und sieht den Menschen als Teil des Kosmos und der Natur. Drei Kräfte bestimmen seine natürlichen Anlagen, seine Konstitution und sein Temperament. Die so genannten „Doshas“ kann man sich als lebendige Energien vorstellen, deren harmonischen Miteinander das aktuelle Befinden verursachen: „Vatha“ reguliert die Beweglichkeit des Körpers, den Atem, die Muskeln und den Magen-Darmtrakt. „Pitta“ ist die Energie, die Umwandlungsprozesse bestimmt, wie etwa den Stoffwechsel und die Verdauung. Und „Kapha“ gibt dem Körper Stabilität und Struktur, z.B. feste und stabile Gelenke.

Ayurveda

Jegliche ayurvedische Behandlung will die drei Kräfte ins Gleichgewicht bringen, um Gesundheit wieder herzustellen bzw. Krankheit zu vermeiden. Deshalb steht am Anfang auch immer eine Diagnose: Puls- und Irisdiagnose sind nur die bekanntesten unter den Methoden, mit denen ein ayurvedischer Arzt zu seinen Schlüssen und Empfehlungen kommt.

Das folgende Behandlungskonzept umfasst dann die verschiedensten Bereiche und ist immer der Situation des Individuums angepasst: ayurvedische Ernährung, bestimmte Kräuter, Tees, Massagen und Bäder, diverse Reinigungsverfahren, Körperübungen und Meditation.

Geht Ayurveda an einem kurzen Wellnesswochenende?

Ayurvedische Kuren dauern in aller Regel mehrere Wochen und werden mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum in sehr kompetenter Form angeboten. Eine solche Kur kann ein zwei- oder dreitägiges Ayurveda-Wochenende natürlich nicht ersetzen.

Wer sich allerdings für Ayurveda interessiert oder auf der Suche nach einem ganzheitlichen Heil-Konzept ist, findet an einem solchen Wochenende Gelegenheit, in die berühmte östliche Heil- und Lebensweise ‚mal reinzuschnuppern. Nach gemachter Erfahrung lässt sich besser entscheiden, ob man intensiver einsteigen und eine mehrwöchige Ayurveda-Kur in Betracht ziehen will.

Erholung Suchende, die einfach nur neugierig sind und gerne mal was Neues ausprobieren, um dem Alltagsstress zu entkommen, werden ebenfalls nicht enttäuscht. Denn auch Ayurveda kann “einfach nur gut tun”!

Was Sie während eines Ayurveda-Wochenendes erwartet

Wer Zeit für ein verlängertes Wochenende von vier bis fünf Tagen hat, bekommt deutlich mehr “originale” Ayurveda-Behandlungen mit als Kurzzeit-Schnupperer. Einige Arrangements bieten zu Beginn die ayurvedische Dosha-Analyse an und manchmal sind sogar die Menüs auf den Dosha-Typ abgestimmt. Ayurvedische Anwendungen wie Ölmassagen (Ganzkörper, Füße, Gesicht), Seidenhandschuhmassagen, Stirnölgüsse und Kräuterdampfbäder können folgen. Eher seltener finden sich Yoga und Meditation im Programm, doch wer sucht, findet auch ein solches Arrangement.

Oft ist das Angebot um Elemente ergänzt, die eher aus dem westlichen Wellness-Fundus stammen: Aquagymnastik, Peelings, Meersalzbäder, Farblicht-Therapie und manches mehr. Und natürlich gehört der Zugang zu einem SPA-Bereich bzw. einer schönen Saunalandschaft dazu: Ayurveda ist immer auch Reinigung – im besten Fall für Körper und Geist.

Ob kurz oder verlängert: Nach einem Wellnesswochenende mit Ayurveda werden Sie entspannt und gekräftigt in den Alltag starten. Und vielleicht macht die Erfahrung ja Appetit auf mehr!

Christiane Bach

 

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