Wellnessurlaub, Wellnesshotels

Ein Wellness-Wochenende tut gut…

11. Januar 2011

…aber welches ist das Richtige?

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Situation, die zum Boom der Wellness-Wochenenden geführt hat und ihn immer noch trägt:

Acht von zehn Bundesbürgern empfinden ihr Leben als stressig, jeder Dritte steht unter Dauerdruck, Stress bestimmt den Alltag immer stärker. Nicht nur im Job, in allen Lebensbereichen stehen wir unter Strom. Kaum jemand kann noch richtig abschalten – und dieses Leben auf Standby macht die Menschen krank. Bereits jeder Fünfte leidet unter gesundheitlichen Stressfolgen – von Schlafstörungen bis zum Herzinfarkt.

Die krasse Diagnose entstammt einer Studie der Technischen Krankenkasse (http://www.presseportal.de/pm/6910/1405094/tk_techniker_krankenkasse/) aus dem Jahr 2009. Doch wer zu den „acht von zehn“ gehört, braucht keine Studien, sondern vor allem eine Veränderung seiner stressgeplagten Situation.

Leicht gesagt, schwer getan! Wir können allermeist nicht gleich unser ganzes Leben ändern, sondern suchen stattdessen einen Ausgleich. Einen kleinen „Ausstieg auf Zeit“ zum Ausspannen, Atem holen, Seele baumeln lassen – und dem Körper soll dabei auch gleich viel Gutes getan werden.

Wellness-Wochenenden: So unterschiedlich wie „Urlaub“

Wer sich auf die Suche nach dem geeigneten Wellness-Wochenende geht, hat die Qual der Wahl.
Auf der einen Seite des Spektrums gibt es viele Wochenend-Arrangements ganz normaler Hotels, die über einen Wellnessbereich verfügen, den die Gäste nutzen können: Sauna, Fitness-Gerät, Solarien – das ist so die übliche Mindestausstattung. Am anderen Ende stehen Kur-ähnliche Wochenenden mit Wellness-Anwendungen von früh bis spät.
Dazwischen liegen Arrangements, bei denen man Einzel-Anwendungen optional dazu buchen kann – alles kann, nichts muss.

Kriterien für die Wahl der passenden Auszeit

Eine erste Überlegung bezüglich der Auswahl des geeigneten Wellnesswochenendes könnte also sein: Will ich viel freie Zeit eigenständig gestalten? Vielleicht wandern, Natur erleben oder eine interessante Stadt besichtigen? Oder möchte ich mir lieber rund um die Uhr Gutes tun lassen, endlich mal nicht der Programmdirektor meiner Tage sein müssen? Im ersten Fall reicht ein schöner Wellnessbereich im Hotel für den „Wellnessfaktor“ aus, evtl. auch die räumliche Nähe zu einer großen Therme oder Saunalandschaft.

Will man mehr, braucht es zusätzliche Überlegungen, um das richtige Wellnesswochenende zu finden. Hier ein paar Anregungen, um die „Qual der Wahl“ zu lindern:

  • Brauche ich eher passive Entspannung oder körperliche Aktivierung? Je nachdem, wie die Antwort auf diese Frage ausfällt, kommen sehr unterschiedliche Wellness-Wochenenden in Betracht: Wohliges Verwöhnt-werden mit pflegenden und entspannenden Anwendungen einerseits – softer Sport, Kurse, Fitness-Übungen andrerseits.
  • Leide ich an bestimmten körperlichen Beeinträchtigungen? Eine zugerauchte Lunge, ein vom vielen Sitzen verspannter Bewegungsapparat, etliche Kilo zuviel, die man gerne los werden würde – all das hilft bei der Wahl des geeigneten Arrangements, denn es gibt ja Angebote, die mit ihrem Programm auf diese spezifischen Befindlichkeiten eingehen. Zwar kann ein Wellnesswochenende alleine keine grundsätzliche Umorientierung bewirken – aber es kann einen Anstoß zu erwünschten Veränderungen geben, der im Alltag durchaus nachwirkt. Wenn man es denn will…
  • Zieht es mich in eine besondere Landschaft? Auch die Vorliebe für die Berge, für liebliche Hügellandschaften oder für die See kann ein wichtiges Kriterium sein. Die Wahl des Ortes hat auch durchaus etwas mit der Gesundheitswirkung zu tun: zum Beispiel ist seit jeher bekannt, dass das maritime Reizklima an Ost- und Nordsee den Atmungsorganen gut tut und zur allgemeinen Kräftigung des Organismus beiträgt.
  • Will ich mich verschönern lassen? Viele Beauty-Arrangements kommen dem Bedürfnis entgegen, Entspannung mit Verschönerung zu kombinieren. De Aufmerksamkeit, die der eigenen Erscheinung dabei zuteil wird, kann erholend und aufbauend wirken. Insbesondere, wenn wir im Alltag fortwährend für Andere da sein müssen.
  • Möchte ich mit meinem Partner oder meiner Partnerin etwas Besonderes erleben? Mal gemeinsam entspannen, fern vom Alltag füreinander da sein, sich wieder ganz als Mann und Frau erleben – auch dafür gibt es wundervolle Wellnesswochenenden für zwei, bei denen das Paar ganz im Mittelpunkt steht.
  • Suche ich den Einstieg in eine neue Übungs- oder Ernährungspraxis? Ob Yoga, TaiChi, TCM, QiGong, Kneipp oder Ayurveda – zu nahezu jeder dieser und anderer Übungs- und Heilungssysteme werden Wochenenden angeboten, die das „Hineinschnuppern“ ermöglichen.

Wer all diese Fragen für sich beantwortet, hat einen stimmigen Kriterienkatalog, mit dem sich die Suche nach dem geeigneten Wellness-Wochenende nun viel einfacher darstellt.

Und was ist, wenn man zuviel will? Ein bisschen Sport, viel Entspannung, aber auch ein paar Beauty-Anwendungen, gerne auch Wandern und einen Einblick in z.B. ayurvedische Ernährung?

Tja, das Jahr hat zum Glück viele Wochenenden – und einmal ist sowieso keinmal!

Ihre Gastautorin – Christiane Bach

 

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